Angst vorm eigenen Pferd 😱☝🏼


Je mehr Pferdemenschen ich treffe, desto häufiger fällt mir ein besonderes Problem auf: Die Angst vorm eigenen Pferd!

Grundsätzlich finde ich nicht, dass Angst etwas Negatives oder gar Peinliches ist. Angst zeigt, dass wir verletzlich sind, Gefühle zulassen und nicht immer stark sind.
Der für mich wichtigste Charakterzug von Angst ist, dass sie uns menschlich macht. Warum?
Wenn ich vor etwas große Angst habe und jemanden an meiner Seite weiß, der mir diese Angst lindern oder sogar nehmen kann, dann weiß ich, was Vertrauen und Verlass sind.

Jeder Mensch hat doch vor irgendetwas Angst, oder?
Etwas Unberechenbares ist schon dabei, denn der eine hat mehr davon, der andere weniger...

Mit meinem Pferd strebe ich eine sehr enge Beziehung an. Eine Beziehung voller Vertrauen, Respekt und Verantwortung. Alle drei Punkte sollen sowohl auf mich, als auch auf mein Pferd zutreffen, damit wir ein harmonischen und profitierendes Miteinander schaffen können.
Körpersprache ist die schwerste, aber schönste Sprache!
Körpersprache ist die schwerste, aber schönste Sprache!
Zum Aufbau einer solchen Beziehung muss man gemeinsam an Problemen arbeiten und diese als Team lösen. Nur so wissen wir, ob wir uns auch in schwierigen Situationen auf den anderen verlassen können. Und das gilt für beide Seiten ☝🏼

Diese Probleme können auch Ängste sein. Es kann sein, dass ICH zum Beispiel Angst habe, alleine ins Gelände auszureiten. Mein Pferd das aber gar nicht schlimm findet.
Genauso kann es sein, dass MEIN PFERD Angst vor einer Plastikplane hat, die ich gar nicht schlimm finde.
So können wir uns gegenseitig in verschiedenen Situationen Sicherheit geben und uns ermutigen, uns vertrauen und unsere Beziehung so noch weiter stärken.

Es ist also vollkommen legitim, wenn in einer Partnerschaft jeder seine Ängste hat, sich dabei aber beim jeweils anderen Sicherheit und Vertrauen holen kann.
Was aber ein großes Problem in einer Partnerschaft darstellt ist, wenn der eine Angst vorm anderen hat.

Natürlich sind Pferde (zumindest die meisten) größer, schwerer und schneller als wir, was in gewissen Situationen auch eine Gefahr darstellen kann. 🆘
Wir sollten uns immer bewusst bleiben, dass sie von Natur aus Fluchttiere sind, was wir nicht ändern werden. 🐎
Setzen sie ihre Kräfte, wenn auch ungewollt oder redlexartig, gegen uns ein, werden wir immer den Kürzeren ziehen.
Diese Tatsache sollte aber nicht dazu führen, dass wir Angst vor ihnen haben, sondern lediglich Respekt, wie vor jedem anderen Lebewesen auch.

Wie kommt es, dass es immer wieder Menschen gibt, die Ängste vor ihrem Pferd haben?
Wir Menschen kommunizieren zwar auch über unseren Körper, dennoch hauptsächlich verbal.
Bei Pferden ist es umgekehrt.
Einer der größten Gründe für das Entstehen von Missverständnissen ist daher die Sprachbarriere. Häufig deuten wir beispielsweise Signale falsch oder sehen sie erst gar nicht.

Es ist also unsere Aufgabe, uns mit der Art der Verständigung unserer Pferde näher zu beschäftigen. Der erste und wichtigste Schritt ist dabei die BEOBACHTUNG!
Wie kommuniziert mein Pferd mit seinen Herdenkollegen? Wie zeigt es, wenn ihm etwas nicht gefällt? Ist es eher introvertiert oder extrovertiert?
Welches meiner Lobarten scheint in welcher Situation am besten zu sein?
Woran hat mein Pferd Spaß?
Wie geht es mit unbekannten Dingen um?

Wenn ich mir über diese Sachen Gedanken mache, durch Beobachtung lerne und die Erkenntnisse in unseren Alltag integriere, wird mir mein Partner Pferd viel verständlicher und auch unsere Kommunikation einfacher.
Ich weiß, wie es in den verschiedenen Situationen reagiert und brauche keine Ängste mehr haben. Genauso kann mein Pferd meine Reaktion besser einschätzen und weiß, dass es sich auf mich verlassen kann.
Das stärkt unsere Beziehung und verbindet! 🍀

Eine Beziehung, bei der beide auf einer Ebene stehen, strahlt Harmonie aus.
Eine Beziehung, bei der beide auf einer Ebene stehen, strahlt Harmonie aus.


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